[Beim Arzt] na, dann will ich Ihnen das halt mal glauben …

„Na, dann will ich Ihnen das halt mal glauben … „

Hörte ich von einem Arzt, nachdem ich wegen meiner Allergien und Luftnot von meiner Hausärztin überwiesen wurde. Die Beschwerden fingen im Februar an und ich war diverse male bei meiner Hausärztin deshalb. Sie sah mich des öfteren mit tränenden Augen, verschnieft, nach Luft ringend vor ihr sitzen und bemühte sich nach Kräften, mich medikamentös einzustellen. Zu dieser Zeit empfahl sie mir, mich nach einem guten Pulmologen umzuschauen um eine adäquate Behandlung zu gewährleisten. Gesagt – getan – Termin trotz massiver Beschwerden in … tadaaaa … 3 Monaten! Bis dahin weiter rumprobieren mit der Hausärztin. Ein paar Wochen vor dem Termin hatten wir endlich eine Medikombi gefunden, die bei mir anschlug und es ging mir wieder sehr viel besser. Ich bekam endlich Luft und meine Allergien hatte ich auch so ziemlich im Griff.

Zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich, dass ich die Allergietabletten und das Kortison 1o Tage vor dem Termin beim Pulmologen absetzen muss. Na gut … auch darauf habe ich mich eingelassen. Da es zu diesem Zeitpunkt sehr sonnig und warm war hatte ich massiv Probleme. Richtig heftig wurde es kurz vor Pfingsten als ich keuchend vor meinem Apotheker stand, nach einer Atemschutzmaske fragte und dieser den Notarzt rufen wollte.

Lange Rede kurzer Sinn – ich überstand auch Pfingsten mit Atemschutzmaske. Danach fingen die Regentage an. Und meine Atemnot und mein Heuschnupfen verschwanden – gottseidank.

Als ich den Termin beim Pulmologen hatte, regnete es in Strömen und … tadaaa … es ging mir gut.

Da saß ich also vor meinem Pulmologen und er sagte nach meiner Symptomschilderung „ich sehe zwar gar nichts, aber dann will ich ihnen das halt mal so glauben … „

Und ich saß da und wusste nicht so recht, wie mir geschieht. Er sagte es zwar sehr freundlich, aber im Nachhinein kam ich mir wieder einmal nicht ernstgenommen vor. Gibt es im Medizinstudium eigentlich keine Schulung „Umgang mit Patienten“ oder einen Kurs „4-Seiten-Modell nach Schulz von Thun“?

Liebe Ärzte – als Tipp: Der Satz „alle Patienten lügen“ kommt zwar in TV-Serien gut an und generiert Zuschauer aber im richtigen Leben möchten Patienten ernst genommen werden und Euch vertrauen können. Nicht ständig wie ein Angeklagter auf dem heißen Stuhl sitzen und in der Beweispflicht stehen, dass die Symptome wirklich da sind.

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